Geschafft - ich bin gut wieder zurück gekommen, trotz anstrengendem und schlaflosem Nachtflug in der engen Boeing 777 (warum Emirates davon gerade 50 Stück geordert hat ist mir ein Rätsel). Der Jetlag hielt sich in Grenzen und jetzt kann ich mich wieder weiter meiner Diplomarbeit widmen.
Damit wird das hier mein letzter Post sein und ich möchte die Gelegenheit nutzen euch allen DANKE zu sagen, danke für die Unterstützung durch die tollste Freundin auf Erden ( :xxX ), danke an Hr. Prof. Leser, meinen Professor hier in Deutschland und an Fan Meng, meinen Professor in Michigan, ohne die das alles nicht möglich, nicht denkbar und nicht finanzierbar gewesen wäre, danke an Philippe meinen Betreuer fürs Zuhören und kreative Diskutieren und vor allem auch danke an euch alle fürs Zuhören und Mitmachen!
Danke für 1.378 (!) Seitenaufrufe in den letzten 10 Wochen, es macht noch mehr Spaß zu schreiben wenn man weiß dass es Leute gibt die das sogar lesen :D Ich komme nicht umher euch noch meine finalen Zugriffsstatistiken zu zeigen:
Wow, danke! Am meisten Spaß macht es die Zahlen auf Individuen zurück zu verfolgen:
127 aus Australien: Ali :) danke!
209 über Opera: Karsten :D
je einen Aufruf aus Österreich und Bulgarien: Philippe :D
bei den Macintosh und Safari Aufrufen kann ich nur raten, ich will hier aber keinen an den Pranger stellen ;)
ansonsten: wer von euch benutzt denn bitte noch Netscape .oO
Ach wie schön, na das hat sich doch gelohnt. Also, vielen Dank nochmal und ich hoffe ich sehe euch alle demnächst mal wieder, aber offline bitte!
Thx, Chris
Monday, November 14, 2011
Saturday, November 12, 2011
11/11/11
Geschafft, on my way back to Berlin - sitze gerade im Flieger nach Atlanta und reiße die erste Stunde meiner 15-stündigen Odyssee runter.
Zeit ein bisschen zu resümieren! Kurz gesagt waren meine zweieinhalb Monate fantastisch wenn auch manchmal ziemlich stressig. In jedem Fall hat es sich gelohnt und die Leute die ich kennen gelernt haben waren durch die Bank weg supernett. Hier unser Abschiedsfoto vor der "Skyline" von Detroit:
Ja, die Monitore hängen alle an einem Rechner, Manhong ist ein Bastler vor dem Herren.
Ich bin euch noch die Abschiedsstory schuldig, so sieht sah meine Abschiedsparty aus: anderthalb Stunden Autofahrt nach Detroit, 10 Minuten Halt um Bilder zu machen, 45 Minuten Fahrt zum Chinesen, es gab Dim Sum, hier bedarf es näherer Erklärung:
Ich bin ja grundsätzlich für alles offen, aber das hier war ein echtes Abenteuer: die Bedienung kommt an den Tisch, Fan bestellt zig verschiedene Sachen (ich versteh nur chinesisch) und los gehts! Dim Sum sind effektiv kleine Schälchen die bei Bedarf nachgefüllt werden - zu den harmloseren Leckereien gehörten die Schweinebällchen vorne und die Shrimptaschen links, von mittig zu sehenden klein gehackten Rippchen (mit Knochen natürlich) und den frittierten Hünerfüßen habe ich die Finger gelassen. Dann eine Stunde Autofahrt zurück zur Uni und das war es dann auch schon. Sehr interessant :)
Es hat sich wie gesagt sehr gelohnt und ich bin meinem Prof. und Fan sehr dankbar diese Möglichkeit bekommen zu haben.
Zwischen den obigen Zeilen und dieser hier sind mittlerweile 12 Stunden vergangen - ich hatte in Atlanta keine Möglichkeit den Post hochzuladen und so trennen mich nur noch zwei Stunden von der Heimat. Dann gibt es endlich wieder das hier
und das hier
und natürlich auch wieder gute deutsche Musik:
Zeit ein bisschen zu resümieren! Kurz gesagt waren meine zweieinhalb Monate fantastisch wenn auch manchmal ziemlich stressig. In jedem Fall hat es sich gelohnt und die Leute die ich kennen gelernt haben waren durch die Bank weg supernett. Hier unser Abschiedsfoto vor der "Skyline" von Detroit:
Von links nach rechts: Fan (mein mich betreuender Professor), Gang (PhD Student), Andy (der "Foodie" unter uns, er kennt und liebt alle Restauritäten in der Umgebung), mein Bart und schließlich Manhong, der abgefahrenste und beste Programmierer/"Hacker" den ich je kennen gelernt habe, sein Arbeitsplatz sagt alles:
Ja, die Monitore hängen alle an einem Rechner, Manhong ist ein Bastler vor dem Herren.
Ich bin euch noch die Abschiedsstory schuldig, so sieht sah meine Abschiedsparty aus: anderthalb Stunden Autofahrt nach Detroit, 10 Minuten Halt um Bilder zu machen, 45 Minuten Fahrt zum Chinesen, es gab Dim Sum, hier bedarf es näherer Erklärung:
Ich bin ja grundsätzlich für alles offen, aber das hier war ein echtes Abenteuer: die Bedienung kommt an den Tisch, Fan bestellt zig verschiedene Sachen (ich versteh nur chinesisch) und los gehts! Dim Sum sind effektiv kleine Schälchen die bei Bedarf nachgefüllt werden - zu den harmloseren Leckereien gehörten die Schweinebällchen vorne und die Shrimptaschen links, von mittig zu sehenden klein gehackten Rippchen (mit Knochen natürlich) und den frittierten Hünerfüßen habe ich die Finger gelassen. Dann eine Stunde Autofahrt zurück zur Uni und das war es dann auch schon. Sehr interessant :)
Es hat sich wie gesagt sehr gelohnt und ich bin meinem Prof. und Fan sehr dankbar diese Möglichkeit bekommen zu haben.
Zwischen den obigen Zeilen und dieser hier sind mittlerweile 12 Stunden vergangen - ich hatte in Atlanta keine Möglichkeit den Post hochzuladen und so trennen mich nur noch zwei Stunden von der Heimat. Dann gibt es endlich wieder das hier
und das hier
und natürlich auch wieder gute deutsche Musik:
Thursday, November 10, 2011
Barbecue
Fast 10 Jahre Wartezeit haben sich gelohnt: endlich wieder good 'ol Texas barbecue. Allein der Anblick einiger "joints" laden zum Verweilen ein:
Mitten im Hillcountry wo ich auch mein High School Jahr verbracht habe - vorgestern stand ich übrigens auf dem Parkett in der alten Sporthalle meiner High School in Marble Falls auf dem ich die ersten crossover, freethrows und slam dunks...... live beobachten konnte :) hier hat mich die Leidenschaft gepackt und seit heute nicht mehr losgelassen:
Es hat sich eine Menge verändert - es gibt eine neue Halle und ein komplett neues Footballstadion und der Ort ist ordentlich gewachsen. Aber zurück zum Barbecue :)
Eine halbe Autostunde südlich von Austin liegt das BBQ Capital of Texas: Lockhart. Im Umkreis von 500m findet man dort gleich drei traditionsreiche joints: Smitty's, Black's und Kreuz' - aus Platzgründen habe ich es nur zu den ersten beiden geschafft. Smitty's ist sehr traditionell gehalten, man bekommt Fleisch wie beim Metzger auf Papier und bestellt die Beilagen separat. Ein offenes Feuer und riesige Öfen sorgen für Wärme und einen herrlichen Geruch:
Wer nach Gabeln fragt hat übrigens verloren - hier wird mit den Fingern gegessen:
Brisket mit Bohnen und Coleslaw (hierzu bekommt man wenigstens einen Löffel!). Genuss pur - man beachte auch die Abwesenheit von Soße, noch traditioneller geht es nicht, so sah Barbecue in Central Texas vor 80 Jahren aus.
Black's ist auch traditionell, aber anders, seit 1932 in Hand der Familie Black, einmalig in der BBQ Welt. Also auf gehts, Teller nehmen, Beilagen auftun, Fleisch bestellen und dann ab in den gemütlichen Gastraum:
Vor 12 ist nicht viel los, als ich fertig war füllte es sich langsam.
Wieder Brisket, Bohnen und Coleslaw plus Baby Back Ribs und Spare Ribs die ich mir nicht entgehen lassen konnte. Ausgezeichnet - diesmal gab es auch Soße die von Oma Norma Black noch selbst hergestellt wird - und die man natürlich auch käuflich erwerben kann!
Es hat sich jedenfalls sehr gelohnt und ich hoffe sehr dass ich nicht wieder 10 Jahre warten muss um den "Goldstandard" in Sachen Barbecue zu erleben - mit der originalen Black's Gewürzmischung und Norma Black's Soße klappt es ja vielleicht auch im heimischen Smoker ;)
Mitten im Hillcountry wo ich auch mein High School Jahr verbracht habe - vorgestern stand ich übrigens auf dem Parkett in der alten Sporthalle meiner High School in Marble Falls auf dem ich die ersten crossover, freethrows und slam dunks...... live beobachten konnte :) hier hat mich die Leidenschaft gepackt und seit heute nicht mehr losgelassen:
Es hat sich eine Menge verändert - es gibt eine neue Halle und ein komplett neues Footballstadion und der Ort ist ordentlich gewachsen. Aber zurück zum Barbecue :)
Eine halbe Autostunde südlich von Austin liegt das BBQ Capital of Texas: Lockhart. Im Umkreis von 500m findet man dort gleich drei traditionsreiche joints: Smitty's, Black's und Kreuz' - aus Platzgründen habe ich es nur zu den ersten beiden geschafft. Smitty's ist sehr traditionell gehalten, man bekommt Fleisch wie beim Metzger auf Papier und bestellt die Beilagen separat. Ein offenes Feuer und riesige Öfen sorgen für Wärme und einen herrlichen Geruch:
Wer nach Gabeln fragt hat übrigens verloren - hier wird mit den Fingern gegessen:
Brisket mit Bohnen und Coleslaw (hierzu bekommt man wenigstens einen Löffel!). Genuss pur - man beachte auch die Abwesenheit von Soße, noch traditioneller geht es nicht, so sah Barbecue in Central Texas vor 80 Jahren aus.
Black's ist auch traditionell, aber anders, seit 1932 in Hand der Familie Black, einmalig in der BBQ Welt. Also auf gehts, Teller nehmen, Beilagen auftun, Fleisch bestellen und dann ab in den gemütlichen Gastraum:
Vor 12 ist nicht viel los, als ich fertig war füllte es sich langsam.
Wieder Brisket, Bohnen und Coleslaw plus Baby Back Ribs und Spare Ribs die ich mir nicht entgehen lassen konnte. Ausgezeichnet - diesmal gab es auch Soße die von Oma Norma Black noch selbst hergestellt wird - und die man natürlich auch käuflich erwerben kann!
Es hat sich jedenfalls sehr gelohnt und ich hoffe sehr dass ich nicht wieder 10 Jahre warten muss um den "Goldstandard" in Sachen Barbecue zu erleben - mit der originalen Black's Gewürzmischung und Norma Black's Soße klappt es ja vielleicht auch im heimischen Smoker ;)
Monday, November 7, 2011
commercial of the week - MNF
Mein letzter Montagabend, kurz: MNF oder auch Monday Night Football steht an - legendär in jeglicher Hinsicht:
Haha - Danny Trejo, sehr gut! Die diesjährigen Spots für MNF sind nicht ganz so der Brüller, aber auch ganz lustig:
Die Message kommt jedenfalls rüber: der Montagabend ist für Football reserviert! So wie natürlich auch der Sonntagabend - wo wir gerade dabei sind hier noch der Trailer für Sunday Night Football auf NBC den man(n) sich stundenlang anschauen kann:
Bye bye NFL - see you at the Superbowl ;)
Haha - Danny Trejo, sehr gut! Die diesjährigen Spots für MNF sind nicht ganz so der Brüller, aber auch ganz lustig:
Die Message kommt jedenfalls rüber: der Montagabend ist für Football reserviert! So wie natürlich auch der Sonntagabend - wo wir gerade dabei sind hier noch der Trailer für Sunday Night Football auf NBC den man(n) sich stundenlang anschauen kann:
Bye bye NFL - see you at the Superbowl ;)
Haargummi
Einer der ersten Werbespots auf die ich vor zwei Monaten gestoßen bin hat es mir ganz besonders angetan - ich musste bis heute ausharren um ihn euch zu präsentieren:
Ach ja, Nascar, eine weitere großartige amerikanische Sporttradition. Aus reiner Neugier hatte ich mich mal über die Renntermine dieser Saison erkundigt und siehe da, 11/6/11 - AAA Texas 500 auf dem Texas Motor Speedway in Fort Worth - 501 Meilen im Oval, das könnte doch interessant werden! Außerdem eine gute Möglichkeit den Frust über all die verpassten NBA Spiele zumindest etwas zu lindern.
Insgesamt ein sehr entspanntes Event - 190.000 Sitzplätze, gefühlt genauso viele Parkplätze, man kann Essen und Trinken (auch Bier!) in einer Kühltasche oder einem Rucksack mitbringen, eine erschwingliche Karte in Kurve 4 (laut Statistik die Kurve mit den meisten Unfällen), Reihe 10, Ohrenstöpsel werden definitiv empfohlen und am Besten: dank dem entspannten Umgang der Amis mit Arzneimitteln werden überall kleine Pakete mit "headache powder" also Kopfschmerzpulver verteilt, na dann: gentlemen, start your engines!
Die erste Rennstunde braucht man erstmal um sich an den Lärm, die Geschwindigkeit und das Durcheinander zu gewöhnen (Überrundungen usw.), hilfreich sind Gelbphasen in denen sich das Feld wieder sammelt - der Restart wird dann frenetisch bejubelt:
Zum Glück (leider) gab es keine spannenden Unfälle - ein harmloser Dreher und ein geplatzter Reifen am Auto eines gewissen Juan Pablo Montoya waren es dann auch schon.
334 Runden, Geschwindigkeiten jenseits der 300 km/h und gute dreieinhalb Stunden haben ihre Spuren hinterlassen: in Reihe 10 bleibt man nicht von winzigen Gummiteilchen verschont, im Gegenteil, Kleidung, Gesicht und vor allem die Haare waren bis zur Dusche vorhin gummiert. Aber das und der Geruch von Öl und Benzin sind jetzt nur noch Erinnerungen - Erinnerungen die immer dann wieder wachwerden wenn diese genialen Werbespots laufen:
:)
Ach ja, Nascar, eine weitere großartige amerikanische Sporttradition. Aus reiner Neugier hatte ich mich mal über die Renntermine dieser Saison erkundigt und siehe da, 11/6/11 - AAA Texas 500 auf dem Texas Motor Speedway in Fort Worth - 501 Meilen im Oval, das könnte doch interessant werden! Außerdem eine gute Möglichkeit den Frust über all die verpassten NBA Spiele zumindest etwas zu lindern.
Insgesamt ein sehr entspanntes Event - 190.000 Sitzplätze, gefühlt genauso viele Parkplätze, man kann Essen und Trinken (auch Bier!) in einer Kühltasche oder einem Rucksack mitbringen, eine erschwingliche Karte in Kurve 4 (laut Statistik die Kurve mit den meisten Unfällen), Reihe 10, Ohrenstöpsel werden definitiv empfohlen und am Besten: dank dem entspannten Umgang der Amis mit Arzneimitteln werden überall kleine Pakete mit "headache powder" also Kopfschmerzpulver verteilt, na dann: gentlemen, start your engines!
Die erste Rennstunde braucht man erstmal um sich an den Lärm, die Geschwindigkeit und das Durcheinander zu gewöhnen (Überrundungen usw.), hilfreich sind Gelbphasen in denen sich das Feld wieder sammelt - der Restart wird dann frenetisch bejubelt:
Zum Glück (leider) gab es keine spannenden Unfälle - ein harmloser Dreher und ein geplatzter Reifen am Auto eines gewissen Juan Pablo Montoya waren es dann auch schon.
334 Runden, Geschwindigkeiten jenseits der 300 km/h und gute dreieinhalb Stunden haben ihre Spuren hinterlassen: in Reihe 10 bleibt man nicht von winzigen Gummiteilchen verschont, im Gegenteil, Kleidung, Gesicht und vor allem die Haare waren bis zur Dusche vorhin gummiert. Aber das und der Geruch von Öl und Benzin sind jetzt nur noch Erinnerungen - Erinnerungen die immer dann wieder wachwerden wenn diese genialen Werbespots laufen:
:)
Sunday, November 6, 2011
Chicago
Chicago - wo soll ich anfangen? Vielleicht mit einer Zusammenfassung: genial. Einfach nur genial. Chicago hat mich wirklich überrascht, ich habe keine so interessante Stadt erwartet und habe in meinen anderthalb Tagen nur den Bruchteil eines großen Ganzen erleben dürfen.
Der Wettergott hat mitgespielt und so hatte ich am Freitag bestes Sightseeing Wetter - 380 Bilder sind dabei herausgesprungen, ich versuche mich auf die spannendsten zu beschränken.
Wir starten mit Buckingham Fountain:
Der Wettergott hat mitgespielt und so hatte ich am Freitag bestes Sightseeing Wetter - 380 Bilder sind dabei herausgesprungen, ich versuche mich auf die spannendsten zu beschränken.
Wir starten mit Buckingham Fountain:
Besser bekannt als der Springbrunnen aus dem Intro von "Eine schrecklich nette Familie" - leider in der Winterpause, daher ohne Action :/
Wenige Meter weiter: Millenium Park mit _der_ Attraktion schlechthin: "Cloud Gate", oder wie viele hier sagen: "Silver Bean":
Das mit Abstand Genialste was ich jemals gesehen habe - die ohnehin schon spektakuläre Architektur kann man dadurch noch einmal ganz speziell erleben.
Wo wir gerade bei Architektur sind: eine Bootstour ist der perfekte Weg um die Stadt und ihre verschiedenen Baustile kennen zu lernen - sowohl in der Innenstadt als auch vom Lake Michigan aus:
Die herausragendsten Gebäude hier: John Hancock Tower (rechts im Bild mit den Antennen) und der Sears Tower (ganz links im Bild mit den Antennen) - letzterer ist das derzeit größte Gebäude in den USA und das drittgrößte Gebäude weltweit. Von beiden Towern hat man eine geniale Aussicht, der Sears Tower lockt allerdings mit einer unschlagbaren Attraktion: "The Ledge":
Hierbei handelt es sich quasi um einen Glaskasten der im 103ten Stock, 412 Meter über der Straße an die Aussichtsplattform rangepappt ist - Nervenkitzel pur, ich weiß schon für wen das genau das Richtige wäre ;) Da bleibt kaum Zeit den restlichen Ausblick zu genießen:
Zum Glück kann man aber solange oben bleiben wie man mag - ich hatte das Glück beim Sonnenuntergang oben zu sein und somit Tag und Nacht über Chicago sehen zu können:
Letzte Station dann heute: United Center, wo die Chicago Bulls normalerweise spielen wenn es nicht gerade einen dämlichen Lockout gibt. Zu sehen gibt es trotzdem immer etwas, nämlich die Statue für den besten Spieler aller Zeiten:
Oh ja, His Airness himself wurde hier verewigt - im Fernsehen kommt einem die Statue immer so riesig vor, aber ich glaube sie haben sie in Lebensgröße gelassen, auch so schon imposant genug!
Und das war es dann leider auch schon und ich habe noch kein Wort über Pizza oder "El", die Subway/Metro hier verloren! Eins steht fest, ich komme definitiv wieder und kann jedem nur dasselbe empfehlen - Chicago ist definitiv mehr als eine Reise wert!
Thursday, November 3, 2011
Zeitreise
Diese Woche haben sich die Ereignisse irgendwie überschlagen - meine letzten Tage in Ann Arbor waren nochmal ziemlich produktiv und auch leicht stressig - gestern habe ich mich von allen am Institut verabschiedet und heute früh konnte ich endlich die Tür meines Motelzimmers für immer hinter mir schließen (Bett, "Nachbarn" und der "Kaffee" sind Punkte auf der Liste der Dinge die ich _nicht_ vermissen werde ;)
Ich würde eigentlich lieber über die gestrige Verabschiedungszeremonie schreiben, warte aber noch auf Zusendung des entsprechenden Bildmaterials (Andy hat Bilder gemacht) um das Ganze zu untermalen. Stattdessen schreibe ich ein paar Zeilen darüber wohin es mich in den nächsten Tagen verschlagen wird (und schon verschlagen hat).
Mein Flug in die Heimat ist am ja 11.11. (phew, nur noch 8 Tage) - Zeit um nochmal ein bissel zu entspannen und Land und Leute zu erkunden. Mein Masterplan sieht die Stationen Chicago, Dallas und Austin vor bevor es dann von Dallas aus zurück geht. Also habe ich mich heute morgen mit dem Megabus
nach Chicago aufgemacht! Von Michigan über Indiana nach Illinois waren das ca. 240 Meilen (Berlin - Bamburg) in 4,5 Stunden die wie im Flug vergangen sind wegen perfekt funktionierendem WiFi an Bord! Dann haben wir auch noch eine Stunde gewonnen und jetzt sitze ich in der Lobby von einem Hostel mitten in der Stadt und bin umgeben von Menschen die gefühlt jünger sind als ich (vor allem vom Gesichtsalter her) - es kommt einem so ein bisschen vor wie auf Kursfahrt früher.
Da fühlt man sich glatt wie ein Zeitreisender! Eine ziemlich kreative Atmosphäre, ich glaube ich schraube in den nächsten Tagen an meiner Einleitung :)
Chicago macht auf den ersten Blick einen verdammt guten Eindruck, ich kann es kaum erwarten ein bisschen die Stadt zu erkunden. Ich warte gerade auf mein Zimmer damit ich meinen übergewichtigen Koffer abstellen kann und dann geht es ab nach draußen in den leichten Nieselregen. Morgen soll es Sonnenschein geben, vielleicht mache ich eine Bootstour, mal schauen, ich habe ehrlich gesagt keinen Plan und lasse mich nachher mal von dem freundlichen Insider an der Information hinten links briefen :P
Viel Zeit bleibt nicht, am Samstag geht es schon nach Dallas und dann bin ich ja schon fast wieder zuhause!
Ich würde eigentlich lieber über die gestrige Verabschiedungszeremonie schreiben, warte aber noch auf Zusendung des entsprechenden Bildmaterials (Andy hat Bilder gemacht) um das Ganze zu untermalen. Stattdessen schreibe ich ein paar Zeilen darüber wohin es mich in den nächsten Tagen verschlagen wird (und schon verschlagen hat).
Mein Flug in die Heimat ist am ja 11.11. (phew, nur noch 8 Tage) - Zeit um nochmal ein bissel zu entspannen und Land und Leute zu erkunden. Mein Masterplan sieht die Stationen Chicago, Dallas und Austin vor bevor es dann von Dallas aus zurück geht. Also habe ich mich heute morgen mit dem Megabus
nach Chicago aufgemacht! Von Michigan über Indiana nach Illinois waren das ca. 240 Meilen (Berlin - Bamburg) in 4,5 Stunden die wie im Flug vergangen sind wegen perfekt funktionierendem WiFi an Bord! Dann haben wir auch noch eine Stunde gewonnen und jetzt sitze ich in der Lobby von einem Hostel mitten in der Stadt und bin umgeben von Menschen die gefühlt jünger sind als ich (vor allem vom Gesichtsalter her) - es kommt einem so ein bisschen vor wie auf Kursfahrt früher.
Da fühlt man sich glatt wie ein Zeitreisender! Eine ziemlich kreative Atmosphäre, ich glaube ich schraube in den nächsten Tagen an meiner Einleitung :)
Chicago macht auf den ersten Blick einen verdammt guten Eindruck, ich kann es kaum erwarten ein bisschen die Stadt zu erkunden. Ich warte gerade auf mein Zimmer damit ich meinen übergewichtigen Koffer abstellen kann und dann geht es ab nach draußen in den leichten Nieselregen. Morgen soll es Sonnenschein geben, vielleicht mache ich eine Bootstour, mal schauen, ich habe ehrlich gesagt keinen Plan und lasse mich nachher mal von dem freundlichen Insider an der Information hinten links briefen :P
Viel Zeit bleibt nicht, am Samstag geht es schon nach Dallas und dann bin ich ja schon fast wieder zuhause!
Friday, October 28, 2011
Fear the Beard
Irgendetwas stimmt nicht wenn man sich morgens mit dem Fahrrad in Richtung Uni aufmacht, das Thermometer 32 Grad anzeigt und man sich den Allerwertesten abfriert - eine Schweinekälte momentan, wenigstens schien heute noch die Sonne - morgen rechtzeitig zum Footballspiel (was ich mir nicht entgehen lassen kann) sieht es so aus:
Wie bitte, "snow shower"?! Na das kann ja lustig werden - ich habe natürlich keine einzige "Wetterjacke" dabei... Immerhin wird es um mein Gesicht herum warm bleiben, meinem Michigan-Bart sei Dank:
Speaking of which - mein bisheriges Bart-Idol wackelt gewaltig:
Ja ja, Boom Dizzle (a.k.a. Baron Davis) wird wohl abgelöst, und zwar von dem Typen der in folgendem _supernervigem_ Werbespot zu sehen ist:
Der Spot läuft hier rauf und runter, er hängt mir zum Hals raus, aber vorhin habe ich mir mal die Mühe gemacht ein wenig zu recherchieren - Der Typ mit dem Monsterbart existiert wirklich! Sein Name ist Brian Wilson, er ist ein ziemlich bekannter Baseball Spieler und pitcht für die San Francisco Giants. Soweit so gut, aber wie konnte das mit dem Bart passieren?! Früher sah Brian Wilson mal so aus:
Dann hat er sich seinen Bart etwas länger stehen lassen und als ihm die Farbe nicht gefiel (leicht braun-rot), fing er an seinen Bart zu _färben_ .oO
Wow, was für eine grandiose Idee! Da bleibt nur noch eins zu sagen: Fear the Beard!
So, das soll reichen für heute, der Post bekommt ja langsam einen Bart :)
Tuesday, October 25, 2011
Find the Squirrel
Wow, über eine Woche ohne Blog-Post, dafür kann es nur zwei Erklärungen geben: entweder hab ich mein Passwort vergessen oder ich bin zur Zeit viel zu beschäftigt... Leider ist letzteres der Fall, am Donnerstag habe ich eine Art Abschlusspräsentation und bis dahin müssen noch einige Ergebnisse ausgewertet werden :)
In der Zwischenzeit heute mal folgender "Quickie": der Indian Summer hat voll zugeschlagen, die Blätter an den Bäumen haben ihre Farbe geändert und sind teilweise schon abgefallen und die Squirrels sind wie wild am Hamstern - sie sind einfach überall! So auch auf folgendem Bild:
Naja, ganz so schwer war es nicht, da muss ich demnächst wohl noch mal nachlegen ;)
So, jetzt aber wieder zurück zu Precision, Recall und Co.!
In der Zwischenzeit heute mal folgender "Quickie": der Indian Summer hat voll zugeschlagen, die Blätter an den Bäumen haben ihre Farbe geändert und sind teilweise schon abgefallen und die Squirrels sind wie wild am Hamstern - sie sind einfach überall! So auch auf folgendem Bild:
Naja, ganz so schwer war es nicht, da muss ich demnächst wohl noch mal nachlegen ;)
So, jetzt aber wieder zurück zu Precision, Recall und Co.!
Sunday, October 16, 2011
commercial of the week - Michael
Meine Woche hat noch 45 Minuten, also hier noch schnell der Werbespot dieser Woche, diesmal etwas für die Gamer unter uns:
Finde ich einfach gut gemacht :) Der Spot weckt in mir das Bedürfnis mal wieder ein Gamepad in der Hand zu halten und die Röhre in meinem Zimmer gegen meinen LCD zuhause zu tauschen, aber das muss wohl alles noch ein bisschen warten :/
Finde ich einfach gut gemacht :) Der Spot weckt in mir das Bedürfnis mal wieder ein Gamepad in der Hand zu halten und die Röhre in meinem Zimmer gegen meinen LCD zuhause zu tauschen, aber das muss wohl alles noch ein bisschen warten :/
Saturday, October 15, 2011
Mr. Stadium
Heute ist mal wieder Waschtag und ich habe beschlossen mal meine Waschtagserlebnisse festzuhalten (alles bezogen auf Klamotten - ich dusche täglich!!).
Als ich erfahren habe dass mein Motel keine Waschmaschine etc. hat war ich zunächst etwas besorgt, mir wurde aber ein Waschsalon empfohlen den ich mit dem Fahrrad in 10 Minuten erreichen kann: Mr. Stadium. Leute lasst mich sagen: bin ich froh dass mein Motel keine Waschmaschine hat, sonst hätte ich Mr. Stadium niemals kennen gelernt!
Was ist nun so besonders an Mr. Stadium?! Naja, die Atmosphäre ist ganz cool, eine alte Dame hilft einem weiter wenn man Fragen hat (die hatte ich bei meinem ersten Besuch reichlich) und Mr. Stadium wurde 2002 zum besten Waschsalon in Michigan gewählt! Das reicht euch immernoch nicht? Ok, dann kommt jetzt der Knüller: im 2005 erschienenen Film "The Upside of Anger" ("An deiner Schulter") mit Kevin Costner in der Hauptrolle ist folgendes T-Shirt zu sehen:
Als ich erfahren habe dass mein Motel keine Waschmaschine etc. hat war ich zunächst etwas besorgt, mir wurde aber ein Waschsalon empfohlen den ich mit dem Fahrrad in 10 Minuten erreichen kann: Mr. Stadium. Leute lasst mich sagen: bin ich froh dass mein Motel keine Waschmaschine hat, sonst hätte ich Mr. Stadium niemals kennen gelernt!
Im Endeffekt handelt es sich um einen stinknormalen Waschsalon, es gibt Waschmaschinen in allen Größen und für $1.75 pro Ladung spucken die kleinen Maschinen (die für meine Bedürfnisse völlig ausreichen) nach nicht einmal einer halben Stunde gewaschene Wäsche aus. Ich glaube es ist gerade soweit, ich muss mal meine beiden Maschinen checken...
Nein, sie schleudern noch. Das gibt mir Zeit euch die Annehmlichkeiten hier näher zu bringen: Flatscreen-TV, kostenloses W-Lan, hmm, das wars auch schon, aber was braucht man mehr?! So jetzt aber, Wäsche raus und ab in den Trockner!
Was ist nun so besonders an Mr. Stadium?! Naja, die Atmosphäre ist ganz cool, eine alte Dame hilft einem weiter wenn man Fragen hat (die hatte ich bei meinem ersten Besuch reichlich) und Mr. Stadium wurde 2002 zum besten Waschsalon in Michigan gewählt! Das reicht euch immernoch nicht? Ok, dann kommt jetzt der Knüller: im 2005 erschienenen Film "The Upside of Anger" ("An deiner Schulter") mit Kevin Costner in der Hauptrolle ist folgendes T-Shirt zu sehen:
Das nenne ich mal Lokalpatriotismus! Ich habe keine Ahnung wie es dazu gekommen ist oder was Kevin Costner mit Ann Arbor am Hut hat, aber diese Filmszene wird hier gnadenlos ausgeschlachtet (logisch, oder?). Die T-Shirts gab es auch schon vorher zu kaufen, aber der Absatz ist seit dem Film sicher explodiert - ich habe vor zwei Wochen meinen Teil dazu beigetragen ;)
Mr. Stadium animiert alle Käufer übrigens dazu das T-Shirt in die Welt zu tragen und Fotos einzusenden (siehe http://mrstadium.com/page7.html), bisher hat sich nur ein Kunde dazu hinreißen lassen:
Was sagt man dazu?! Naja, ich weiß schon was ich demnächst vor dem Brandenburger Tor mal anhabe ;)
So, zweite halbe Stunde ist vorbei, der Trockner müsste fertig sein!
Monday, October 10, 2011
Kleine Farbenlehre
Ich wusste ja aus meinem Jahr in Texas dass die Amis sehr farbenfixiert sind - es beginnt in der High School, wo man bei den zahlreichen Aktivitäten rund um Sport, Musik usw. Farbe zeigt und sich entsprechend der High School Farben kleidet, egal wie extravagant diese auch sein mögen (meine $100 High-School Jacke in _lila_ verstaubt seit Jahren im Schrank). Schuluniformen verstärken diese subversive Affinität zu Farben natürlich.
Noch schlimmer wird es dann an der Uni und da kann man ganz schnell in tiefe Fettnäpfchen treten - solltet Ihr mal in eine ähnliche Situtation kommen wie ich (und sei es auch nur ein Kurztrip in eine US-Unistadt), macht nicht den selben Fehler wie ich und nehmt Eure Lieblingsklamotten mit - nein, Ihr müsst nach der Farbe gehen!
Bereits in der ersten Woche wurde ich in Downtown Ann Arbor teilweise schief angeschaut woraufhin ich mich schon gefragt habe ob man mir ansieht dass ich Deutscher bin .oO
In der selben Woche hat mich dann ein freundlicher Herr im Motel angewitzelt ich sollte mir besser Hosen in einer anderen Farbe besorgen - "If you plan on staying here longer you should get some blue pants!". Was hatte ich die ganze Zeit an? Meine stinknormale grüne Basketballhose und dazu ein weißes T-Shirt mit ein wenig grünem Aufdruck. Mir war bewusst dass das nicht gerade die Unifarben hier sind, aber woher kommt diese tiefe Abneigung gegen grün-weiß?!
Ich habe keine zehn Minuten gebraucht um das zu recherchieren, die Uni in der Nachbarstadt Ypsilanti (von Zentrum zu Zentrum keine fünf Meilen), genauer die "Eastern Michigan University" schmückt sich in grün-weiß - aha! Wegen der Nähe herrscht auch eine gewisse Rivalität, allerdings eher freundlicher Natur.
Hier nochmal etwas genauer zum Mitschreiben:
University of Michigan: blue & maize (blau und _maisgelb_ -> nicht gelb, wichtiger Unterschied!)
Eastern Michigan University: green & white
Michigan State University: auch green & white (noch eine andere Uni ca. eine Autostunde entfernt; dann gibt es noch Central Michigan, Western Michigan....)
Ohio State: red & white (ganz schlimme Rivalität - man hasst sich gegenseitig wie die Pest; entsprechend sieht man hier auch nie rot-gekleidete Menschen...)
Warum musste ich das alles heute mal loswerden: weil ich heute mit grüner Hose und weiß-grünem T-Shirt zur Uni (!) bin und das auch noch in der Woche wo "wir" gegen Michigan State spielen (O-Ton Andy, der laut eigener Aussage grün seit seiner Kindheit nicht leiden kann - er ist übrigens in Ann Arbor geboren und aufgewachsen...). Blicke und Kommentare waren vorprogrammiert und ich habe sie mir auch zu Genüge abgeholt :) Na wenigstens hab ich keine roten Klamotten mitgenommen!
Wohin das Ganze führen kann zeigen übrigens die Boise State Broncos eindrucksvoll in ihrem Stadion:
Blauer Kunstrasen?! C'mon man!
Noch schlimmer wird es dann an der Uni und da kann man ganz schnell in tiefe Fettnäpfchen treten - solltet Ihr mal in eine ähnliche Situtation kommen wie ich (und sei es auch nur ein Kurztrip in eine US-Unistadt), macht nicht den selben Fehler wie ich und nehmt Eure Lieblingsklamotten mit - nein, Ihr müsst nach der Farbe gehen!
Bereits in der ersten Woche wurde ich in Downtown Ann Arbor teilweise schief angeschaut woraufhin ich mich schon gefragt habe ob man mir ansieht dass ich Deutscher bin .oO
In der selben Woche hat mich dann ein freundlicher Herr im Motel angewitzelt ich sollte mir besser Hosen in einer anderen Farbe besorgen - "If you plan on staying here longer you should get some blue pants!". Was hatte ich die ganze Zeit an? Meine stinknormale grüne Basketballhose und dazu ein weißes T-Shirt mit ein wenig grünem Aufdruck. Mir war bewusst dass das nicht gerade die Unifarben hier sind, aber woher kommt diese tiefe Abneigung gegen grün-weiß?!
Ich habe keine zehn Minuten gebraucht um das zu recherchieren, die Uni in der Nachbarstadt Ypsilanti (von Zentrum zu Zentrum keine fünf Meilen), genauer die "Eastern Michigan University" schmückt sich in grün-weiß - aha! Wegen der Nähe herrscht auch eine gewisse Rivalität, allerdings eher freundlicher Natur.
Hier nochmal etwas genauer zum Mitschreiben:
University of Michigan: blue & maize (blau und _maisgelb_ -> nicht gelb, wichtiger Unterschied!)
Eastern Michigan University: green & white
Michigan State University: auch green & white (noch eine andere Uni ca. eine Autostunde entfernt; dann gibt es noch Central Michigan, Western Michigan....)
Ohio State: red & white (ganz schlimme Rivalität - man hasst sich gegenseitig wie die Pest; entsprechend sieht man hier auch nie rot-gekleidete Menschen...)
Warum musste ich das alles heute mal loswerden: weil ich heute mit grüner Hose und weiß-grünem T-Shirt zur Uni (!) bin und das auch noch in der Woche wo "wir" gegen Michigan State spielen (O-Ton Andy, der laut eigener Aussage grün seit seiner Kindheit nicht leiden kann - er ist übrigens in Ann Arbor geboren und aufgewachsen...). Blicke und Kommentare waren vorprogrammiert und ich habe sie mir auch zu Genüge abgeholt :) Na wenigstens hab ich keine roten Klamotten mitgenommen!
Wohin das Ganze führen kann zeigen übrigens die Boise State Broncos eindrucksvoll in ihrem Stadion:
Blauer Kunstrasen?! C'mon man!
Sunday, October 9, 2011
Big House Big Heart Fun Run
Ich habe mir ja letzte Woche ein Paar Laufschuhe gegönnt - nach zwei Probeläufen und dem Erwerb eines Nike+ Sensors mit dem man seine Läufe aufzeichnen und analysieren kann bin ich jetzt im absoluten Lauffieber! Passenderweise fand heute ein Charity-Lauf statt, das "Big House Big Heart Race" mit drei verschiedenen Distanzen - 10km, 5km und eine Meile - ich habe mich natürlich prompt für die letztere Kategorie angemeldet :P
Der Clou: die Ziellinie wurde auf die 50 Yard Linie im Big House gelegt, man hatte also die Gelegenheit wie die Profis erst durch den Tunnel und dann aufs Spielfeld zu laufen um dann beim Endspurt durch die Ziellinie das große blaue Banner abzuklatschen - dabei sieht man sich dann auch noch auf dem "Jumbotron", der riesigen Leinwand!
Da es für mich nur eine Meile war hatte ich vor dem Zieleinlauf noch die Puste um mein Handy auszupacken, hier das ziemlich verwackelte Ergebnis:
Wie man sehen kann waren viele Familien mit Kindern dabei - ein großartiges Event für die ganze Familie, sowas sollten wir mal auf dem Sportplatz in Woltersdorf organisieren!
Meine erste Meile ;)
Die spannende Frage natürlich: was sagt Nike+ dazu? Ab nach Hause also, Nike+ Sportband an den Rechner stöpseln, den Lauf hochladen und schon sieht man wie der Lauf so gelaufen ist:
Aufgezeichnet werden Distanz und Geschwindigkeit - 9 Minuten habe ich für den Lauf gebraucht und 143 Kalorien verbrannt - das reicht fast für eine Dose Dr. Pepper!!!
Ich muss den Sensor noch kalibrieren und eine Meile ist wirklich nicht viel, aber das System an sich ist genial und motiviert einen total. Ich habe gleich einen leichten Trainingsplan aufgesetzt mit dem Ziel in 12 Wochen einen 5km Lauf zu schaffen :) Außerdem kann man sich selber noch Ziele setzen (z.B. 10 mal in 4 Wochen laufen gehen) und an Challenges teilnehmen - in Deutschland gibt es z.B. einen Wettbewerb zwischen den Städten - man kann sich für eine Stadt registrieren und die selber gelaufenen Meilen zählen dann für diese Stadt. Am Ende des Jahres wird abgerechnet - München liegt derzeit mit ca. 1000 Meilen vor Berlin.
Jedenfalls eine tolle Sache die ich jedem nur empfehlen kann - keep on running!
Der Clou: die Ziellinie wurde auf die 50 Yard Linie im Big House gelegt, man hatte also die Gelegenheit wie die Profis erst durch den Tunnel und dann aufs Spielfeld zu laufen um dann beim Endspurt durch die Ziellinie das große blaue Banner abzuklatschen - dabei sieht man sich dann auch noch auf dem "Jumbotron", der riesigen Leinwand!
Da es für mich nur eine Meile war hatte ich vor dem Zieleinlauf noch die Puste um mein Handy auszupacken, hier das ziemlich verwackelte Ergebnis:
Wie man sehen kann waren viele Familien mit Kindern dabei - ein großartiges Event für die ganze Familie, sowas sollten wir mal auf dem Sportplatz in Woltersdorf organisieren!
Meine erste Meile ;)
Die spannende Frage natürlich: was sagt Nike+ dazu? Ab nach Hause also, Nike+ Sportband an den Rechner stöpseln, den Lauf hochladen und schon sieht man wie der Lauf so gelaufen ist:
Aufgezeichnet werden Distanz und Geschwindigkeit - 9 Minuten habe ich für den Lauf gebraucht und 143 Kalorien verbrannt - das reicht fast für eine Dose Dr. Pepper!!!
Ich muss den Sensor noch kalibrieren und eine Meile ist wirklich nicht viel, aber das System an sich ist genial und motiviert einen total. Ich habe gleich einen leichten Trainingsplan aufgesetzt mit dem Ziel in 12 Wochen einen 5km Lauf zu schaffen :) Außerdem kann man sich selber noch Ziele setzen (z.B. 10 mal in 4 Wochen laufen gehen) und an Challenges teilnehmen - in Deutschland gibt es z.B. einen Wettbewerb zwischen den Städten - man kann sich für eine Stadt registrieren und die selber gelaufenen Meilen zählen dann für diese Stadt. Am Ende des Jahres wird abgerechnet - München liegt derzeit mit ca. 1000 Meilen vor Berlin.
Jedenfalls eine tolle Sache die ich jedem nur empfehlen kann - keep on running!
Thursday, October 6, 2011
commercial of the week - Kia
Ihr kennt das sicher: wenn man nebenbei den Fernseher laufen lässt und Sport schaut kommt man nicht drumherum auch mit Werbung bombardiert zu werden. Und zwar bei jeder Auszeit, Halbzeit, zwischen den Innings beim Baseball, nach fast jedem first down beim Football usw. - also im Grunde ständig. Ein Großteil der Werbung ist halt Werbung, aber einige amerikanische Werbeagenturen lassen sich nicht lumpen und hauen gerne mal den ein oder anderen Knüller raus um aus der Masse hervorzustechen und einen "wow, did I just see that?!"-Effekt zu hinterlassen.
In meiner Reihe "commercial of the week" möchte ich Euch einige dieser Glanzstücke vorstellen - ich finde das muss man mal gesehen haben. Den Kickoff macht folgende Werbung (ich will noch nichts verraten, falls Ihr ins Vollbild auf YouTube geht nicht den Titel oder die Beschreibung lesen!) - die Produzenten müssen hier _ganz offensichtlich_ komplett auf Drogen gewesen sein:
Erst dachte ich: ok, wieder ne Werbung für irgend ein PS3-Spiel oder so und dann das - unfassbar. Ich muss ehrlich sagen, dass das die abge......... Werbung ist die ich je gesehen habe - period.
Ich hoffe that "no hamsters were harmed during the making of this video...." ;)
In meiner Reihe "commercial of the week" möchte ich Euch einige dieser Glanzstücke vorstellen - ich finde das muss man mal gesehen haben. Den Kickoff macht folgende Werbung (ich will noch nichts verraten, falls Ihr ins Vollbild auf YouTube geht nicht den Titel oder die Beschreibung lesen!) - die Produzenten müssen hier _ganz offensichtlich_ komplett auf Drogen gewesen sein:
Erst dachte ich: ok, wieder ne Werbung für irgend ein PS3-Spiel oder so und dann das - unfassbar. Ich muss ehrlich sagen, dass das die abge......... Werbung ist die ich je gesehen habe - period.
Ich hoffe that "no hamsters were harmed during the making of this video...." ;)
Monday, October 3, 2011
Freedom!
Endlich komme ich mal wieder dazu ein paar Zeilen zusammenzuschreiben - ich bin momentan ziemlich mobil und ziemlich viel unterwegs, und zwar auf vier Rädern!!! Unglaublich aber wahr, dieselbe nette Dame die mich schonmal zum Musical eingeladen hatte, hat mir seit Donnerstag ihr Auto überlassen da sie ihre Familie in Austin, TX besucht - bis Dienstag bedeutet das: Freedom!
Was fängt man also mit soviel Freiheit an? Na klar:
Shoppen! Ich hab am Donnerstag direkt mal drei Outlet-Malls angesteuert - zwar konnte ich nur ein Paar Schuhe und drei T-Shirts ergattern, aber immerhin habe ich jetzt ein besseres Gefühl für die Preise und kann auch ohne schlechtes Gewissen online ein paar Schnäppchen machen ;)
Entsprechend "mobil" sah auch meine Zwischenmahlzeit an diesem Tag aus:
Was fängt man also mit soviel Freiheit an? Na klar:
Shoppen! Ich hab am Donnerstag direkt mal drei Outlet-Malls angesteuert - zwar konnte ich nur ein Paar Schuhe und drei T-Shirts ergattern, aber immerhin habe ich jetzt ein besseres Gefühl für die Preise und kann auch ohne schlechtes Gewissen online ein paar Schnäppchen machen ;)
Entsprechend "mobil" sah auch meine Zwischenmahlzeit an diesem Tag aus:
Sonic ist großartig - ein "Drive In" Diner - man fährt ran, bestellt an seiner eigenen Säule und wenige Minuten später wird man auf Rollschuhen bedient - ja, auf Rollschuhen, wie in den Filmen aus den 60ern.
Das Wetter war die letzten Tage ansonsten schrecklich - kalt und regnerisch bis gestern und kalt heute (heute früh dachte ich es wäre der 2. Dezember). Immerhin soll es in den kommenden Tagen wieder schöner werden.
Gestern war ich wieder beim Football - Minnesota war der Gegner und es ging um den "Little Brown Jug", die älteste Football-Tradition in den USA bei dem es seit 1903 um einen Krug geht auf dem alle Spiele zwischen Minnesota und Michigan verewigt sind - eine Art Wanderpokal also. Ich hatte mir ein spannendes Spiel erhofft, aber letztlich blieb wieder mehr als genug Zeit um in Ruhe Fotos und Videos zu machen, hier der Endstand oben links auf einer der beiden Videowände:
Was sagen wir dazu? Genau: YOU SUCK! Der Little Brown Jug ist übrigens auch gerade auf dem Bild zu sehen.
Bei den Profis in Detroit läuft es derzeit auch ziemlich gut - die Lions (Football) haben heute ihren vierten Sieg in Folge klargemacht und bleiben damit ungeschlagen, die Tigers (Baseball) konnten in den Playoffs durch einen Siege gegen die New York Yankees die Serie 1-1 ausgleichen und die Red Wings (Eishockey) sind nach den ganzen Pre-Season Spielen schon ganz heiß auf den Saisonstart am Freitag. Nur bei den Pistons (Basketball) tut sich rein gar nichts weil die NBA-Saison aller Wahrscheinlichkeit nach ausfallen bzw. im besten Fall erst später beginnen wird :(
Aber zumindest der Sonntag ist gerettet: Sunday Night Football auf NBC, eine große Thin 'n Crispy Pizza von Pizza Hut (die beste Pizza aller Zeiten!) und ein Bud Light:
Morgen geht es dann wieder frisch ans Werk - ich kann es ja mal mit "Tag der Deutschen Einheit" versuchen, glaube aber dass da außer mir keiner mitziehen wird ;)
In diesem Sinne allen daheim Gebliebenen einen schönen Feiertag!
Tuesday, September 27, 2011
Chris at the Big House
Am Samstag war es endlich soweit: ich durfte im Big House Zeuge eines Footballspiels werden :)
Ich hatte am Freitag noch ein Ticket für $40 ergattert und so ging es am Samstag nach dem Frühstück auf zum Stadion. Habe ich schon erwähnt dass das Big House von der Kapazität her das drittgrößte Stadion der Welt ist? Wahnsinn, und das in dieser Kleinstadt hier. Das Big House wurde 1927 gebaut und seitdem ständig erweitert - der Witz ist dass es quasi in die Erde "versenkt" wurde - damit waren die Erweiterungen einfach möglich und von außen sind heute nur die 10 obersten Reihen zu sehen. Die offizielle Kapazität beträgt 109.901 Sitze, für die Anwesenheitszahlen werden immer noch Spieler, Betreuer usw. mitgezählt und somit die Rekordzahlen wie vor zwei Wochen erreicht - diesmal waren es 110.707 Leute. Eins noch: ich war beim 234ten Spiel in Folge (!) mit einer Zuschauerzahl jenseits der 100.000 Grenze - seit 1975 waren hier nicht weniger Leute bei einem Heimspiel!
Keine Angst, soviel zugenommen habe ich gar nicht - ich hatte zwei T-Shirts und nen Pullover an weil es morgens doch noch recht frisch war. Wie man vielleicht erkennen kann, bestehen die Sitzreihen komplett aus Bänken, es gibt also keine Schalensitze oder so und dementsprechend ist es auch etwas kuschelig. Dafür passen aber auch eine Menge Leute rein und man hat erstaunlicherweise von überall eine super Sicht! Die großen Aufbauten hinten beherbergen übrigens die VIP Logen - da sind die Sitzmöglichkeiten wahrscheinlich etwas komfortabler
Was ich persönlich unglaublich fand: im ganzen Stadion herrscht strengstes Alkoholverbot - _vielleicht_ ist das der Grund warum sich die Amis vor dem Spiel immer vor dem Stadion volllaufen lassen. Eigentlich sollte mich dieses Verbot nicht wundern, aber dieser Gegensatz zwischen der Realität "draußen" und "drinnen" und den zahllosen Pro-Bier-Fernsehwerbungen hier machen einen schon stutzig.
Ich hatte einen ganz guten Platz in der Student Section (Stehen aber Stimmung!) erwischt - in dem Block wo auch während des Spiels die Marching Band laufend Stimmung machte - apropos Marching Band, das waren locker mal 300 Leute die vor dem Spiel und in der Halbzeitpause in unglaublich perfekten Formationen musikalische Highlights hinlegten die ich so auch noch nicht gesehen habe (von _der_ Hymne hier "Hail to the Victors" bis hin zu Michael Jacksons "Thriller").
Die Stimmung war großartig, ich habe ein paar Videos gemacht, die Qualität ist nicht berauschend aber ich denke bewegte Bilder geben ein bisschen besser wieder was ich erleben durfte, so here we go: high noon - kickoff! (am Besten zwei Mal raufklicken, dann geht YouTube auf, das Video wird etwas größer und Vollbild geht auch).
Zum Spiel selber: der Gegner (San Diego State) war ne absolute Fluppe, Football scheint in Kalifornien nicht so der Sport zu sein ;) In der Offense ging gar nichts - beim 3rd down wurde immer Stimmung ohne Ende gemacht und ein Scheitern des Gegners wurde mit dem "You Suck"-Song quittiert:
Vielleicht etwas schlecht zu verstehen, der Song geht ungefähr so: "you suuuuuck, you suuuuck, you suuuuuck (x2) YOU SUCK!" - wie geil ist dass denn?!
Aber so war es nunmal - 21:0 zur Halbzeit, need I say more?
Es scheint kontinentübergreifender Konsenz zu sein, dass sich die Fans bei einem langweiligen Spiel selber unterhalten und so dauerte es nicht lange bis in der zweiten Halbzeit eine Welle die Runde machte. Die erste Runde würde ich noch als normal bezeichnen, danach folgten zwei "Spezialitäten des Big House": "die slow wave" und die "fast wave":
110.000 Menschen die die slow wave machen - hammergeil!
Das Ende vom Lied: verdienter 28:7 Sieg für Michigan - der Quarterback Denard Robinson war wieder der Held des Tages mit 93 passing yards und 200 rushing yards (bei denen er selber 3 touchdowns erzielte!).
Repräsentativ kommt hier der letzte Touchdown (mit anschließendem "Hail to the Victors" fight song) damit ihr auch noch was vom Spiel gesehen habt:
Nach dem Spiel war ich komplett tot, vier Stunden stehen, ohne Wasser etc. ($4 für eine kleine Flasche, vom Essen will ich gar nicht sprechen), das schlaucht und so ging der restliche Samstag für Erholung drauf. Aber auf jeden Fall eine geile Erfahrung die ich in den nächsten Wochen nochmal wiederholen muss :)
Ich hatte am Freitag noch ein Ticket für $40 ergattert und so ging es am Samstag nach dem Frühstück auf zum Stadion. Habe ich schon erwähnt dass das Big House von der Kapazität her das drittgrößte Stadion der Welt ist? Wahnsinn, und das in dieser Kleinstadt hier. Das Big House wurde 1927 gebaut und seitdem ständig erweitert - der Witz ist dass es quasi in die Erde "versenkt" wurde - damit waren die Erweiterungen einfach möglich und von außen sind heute nur die 10 obersten Reihen zu sehen. Die offizielle Kapazität beträgt 109.901 Sitze, für die Anwesenheitszahlen werden immer noch Spieler, Betreuer usw. mitgezählt und somit die Rekordzahlen wie vor zwei Wochen erreicht - diesmal waren es 110.707 Leute. Eins noch: ich war beim 234ten Spiel in Folge (!) mit einer Zuschauerzahl jenseits der 100.000 Grenze - seit 1975 waren hier nicht weniger Leute bei einem Heimspiel!
Keine Angst, soviel zugenommen habe ich gar nicht - ich hatte zwei T-Shirts und nen Pullover an weil es morgens doch noch recht frisch war. Wie man vielleicht erkennen kann, bestehen die Sitzreihen komplett aus Bänken, es gibt also keine Schalensitze oder so und dementsprechend ist es auch etwas kuschelig. Dafür passen aber auch eine Menge Leute rein und man hat erstaunlicherweise von überall eine super Sicht! Die großen Aufbauten hinten beherbergen übrigens die VIP Logen - da sind die Sitzmöglichkeiten wahrscheinlich etwas komfortabler
Was ich persönlich unglaublich fand: im ganzen Stadion herrscht strengstes Alkoholverbot - _vielleicht_ ist das der Grund warum sich die Amis vor dem Spiel immer vor dem Stadion volllaufen lassen. Eigentlich sollte mich dieses Verbot nicht wundern, aber dieser Gegensatz zwischen der Realität "draußen" und "drinnen" und den zahllosen Pro-Bier-Fernsehwerbungen hier machen einen schon stutzig.
Ich hatte einen ganz guten Platz in der Student Section (Stehen aber Stimmung!) erwischt - in dem Block wo auch während des Spiels die Marching Band laufend Stimmung machte - apropos Marching Band, das waren locker mal 300 Leute die vor dem Spiel und in der Halbzeitpause in unglaublich perfekten Formationen musikalische Highlights hinlegten die ich so auch noch nicht gesehen habe (von _der_ Hymne hier "Hail to the Victors" bis hin zu Michael Jacksons "Thriller").
Die Stimmung war großartig, ich habe ein paar Videos gemacht, die Qualität ist nicht berauschend aber ich denke bewegte Bilder geben ein bisschen besser wieder was ich erleben durfte, so here we go: high noon - kickoff! (am Besten zwei Mal raufklicken, dann geht YouTube auf, das Video wird etwas größer und Vollbild geht auch).
Zum Spiel selber: der Gegner (San Diego State) war ne absolute Fluppe, Football scheint in Kalifornien nicht so der Sport zu sein ;) In der Offense ging gar nichts - beim 3rd down wurde immer Stimmung ohne Ende gemacht und ein Scheitern des Gegners wurde mit dem "You Suck"-Song quittiert:
Vielleicht etwas schlecht zu verstehen, der Song geht ungefähr so: "you suuuuuck, you suuuuck, you suuuuuck (x2) YOU SUCK!" - wie geil ist dass denn?!
Aber so war es nunmal - 21:0 zur Halbzeit, need I say more?
Es scheint kontinentübergreifender Konsenz zu sein, dass sich die Fans bei einem langweiligen Spiel selber unterhalten und so dauerte es nicht lange bis in der zweiten Halbzeit eine Welle die Runde machte. Die erste Runde würde ich noch als normal bezeichnen, danach folgten zwei "Spezialitäten des Big House": "die slow wave" und die "fast wave":
110.000 Menschen die die slow wave machen - hammergeil!
Das Ende vom Lied: verdienter 28:7 Sieg für Michigan - der Quarterback Denard Robinson war wieder der Held des Tages mit 93 passing yards und 200 rushing yards (bei denen er selber 3 touchdowns erzielte!).
Repräsentativ kommt hier der letzte Touchdown (mit anschließendem "Hail to the Victors" fight song) damit ihr auch noch was vom Spiel gesehen habt:
Nach dem Spiel war ich komplett tot, vier Stunden stehen, ohne Wasser etc. ($4 für eine kleine Flasche, vom Essen will ich gar nicht sprechen), das schlaucht und so ging der restliche Samstag für Erholung drauf. Aber auf jeden Fall eine geile Erfahrung die ich in den nächsten Wochen nochmal wiederholen muss :)
Friday, September 23, 2011
mallspeak & facepalm
Definition von http://en.wiktionary.org/wiki/mallspeak:
mallspeak (uncountable)
Informationsgehalt gleich null, da will man am liebsten schreiend weglaufen. Weghören geht schlecht und am schlimmsten ist die Tatsache dass mallspeak ansteckend ist - ich erwische mich mittlerweile selber dabei wie ich ohne Sinn oder Verstand an der ein oder anderen Stelle like in meine Sätze einfüge - oh noooooo!
Naja, ansonsten versuche ich gerade ein Ticket für das Spiel morgen aufzutreiben, als Student kann man einiges sparen und muss nicht gleich $70 für ein normales Ticket in der letzten Reihe löhnen - dazu muss man aber erstmal an so ein Studententicket herankommen. Mein erster Versuch eben ist kläglich gescheitert - hier kurz die Historie
Minute 0: irgend ein Typ stellt online ein Ticket für $25 rein
Minute 2: ich entdecke das Inserat und schreibe ihm ne mail
Minute 3: er schreibt zurück dass ich das Ticket haben kann - ich soll ihm ne sms schicken, wir können uns in 5 Minuten Downtown treffen (I was like: yeeehaw!)
Minute 3: ich schreib ihm ne sms dass ich komme - ich renne schnell zu meinem Fahrrad
Minute 4: kaum hab ich mein Rad abgeschlossen bekomm ich ne SMS dass ihm $30 angeboten wurden - er fragt ob ich $30 zahlen würde - ich schreibe zurück dass das passt
Minute 6: ich komme am vereinbarten Treffpunkt an und er schreibt mir ne SMS dass er das Ticket für $40 verkauft hat
mallspeak (uncountable)
- (US) A form of language, practiced by the young, in which generalized modifiers (especially like and the form be like) are interspersed, often seemingly at random
Informationsgehalt gleich null, da will man am liebsten schreiend weglaufen. Weghören geht schlecht und am schlimmsten ist die Tatsache dass mallspeak ansteckend ist - ich erwische mich mittlerweile selber dabei wie ich ohne Sinn oder Verstand an der ein oder anderen Stelle like in meine Sätze einfüge - oh noooooo!
Naja, ansonsten versuche ich gerade ein Ticket für das Spiel morgen aufzutreiben, als Student kann man einiges sparen und muss nicht gleich $70 für ein normales Ticket in der letzten Reihe löhnen - dazu muss man aber erstmal an so ein Studententicket herankommen. Mein erster Versuch eben ist kläglich gescheitert - hier kurz die Historie
Minute 0: irgend ein Typ stellt online ein Ticket für $25 rein
Minute 2: ich entdecke das Inserat und schreibe ihm ne mail
Minute 3: er schreibt zurück dass ich das Ticket haben kann - ich soll ihm ne sms schicken, wir können uns in 5 Minuten Downtown treffen (I was like: yeeehaw!)
Minute 3: ich schreib ihm ne sms dass ich komme - ich renne schnell zu meinem Fahrrad
Minute 4: kaum hab ich mein Rad abgeschlossen bekomm ich ne SMS dass ihm $30 angeboten wurden - er fragt ob ich $30 zahlen würde - ich schreibe zurück dass das passt
Minute 6: ich komme am vereinbarten Treffpunkt an und er schreibt mir ne SMS dass er das Ticket für $40 verkauft hat
The search continues...
Monday, September 19, 2011
hash browns
Heute möchte ich Euch eine aus meiner Sicht kulinarische Sensation des amerikanischen Frühstücks vorstellen: hash browns. Nach einem Streifen Bacon sind sie die zweitbeste Beilage zu einem gerührten oder gespiegelten Ei. I love hash browns!
Doch was sind das eigentlich, hash browns?!
dict.leo.org sagt: hash browns [cook.]: kleine gebratene Kartoffelwürfel, wie Bratkartoffeln oder Rösti zubereitet
Mit anderen Worten: es gibt keine Übersetzung die dem Wesen der hash browns auch nur annähernd gerecht werden würde. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es hash browns offenbar in Millionen von Varianten gibt - ich habe zumindest schon drei verschiedene hier erleben dürfen ;)
Ich lasse mal Bilder sprechen und beginne mit der unspektakulärsten Variante:
Schwer zu erkennen, aber es handelt sich um schnöde Bratkartoffeln unter dem Brot und der Scheibe Ham - keine gute Variante, erst recht nicht wenn die Kartoffeln zwar gekocht, aber nur kurz angebraten wurden :/
Gefunden im Cloverleaf Restaurant on Liberty & 4th.
Da ist Variante #2 schon besser:
Doch was sind das eigentlich, hash browns?!
dict.leo.org sagt: hash browns [cook.]: kleine gebratene Kartoffelwürfel, wie Bratkartoffeln oder Rösti zubereitet
Mit anderen Worten: es gibt keine Übersetzung die dem Wesen der hash browns auch nur annähernd gerecht werden würde. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es hash browns offenbar in Millionen von Varianten gibt - ich habe zumindest schon drei verschiedene hier erleben dürfen ;)
Ich lasse mal Bilder sprechen und beginne mit der unspektakulärsten Variante:
Schwer zu erkennen, aber es handelt sich um schnöde Bratkartoffeln unter dem Brot und der Scheibe Ham - keine gute Variante, erst recht nicht wenn die Kartoffeln zwar gekocht, aber nur kurz angebraten wurden :/
Gefunden im Cloverleaf Restaurant on Liberty & 4th.
Da ist Variante #2 schon besser:
Diese geht eher in Richtung Rösti, aber mit weniger Konsistenz, also Kartoffelschnipsel schön kross angebraten - lecker!
Gefunden bei nem griechischen Laden dessen Name mir nicht mehr einfällt on State Street.
Variante 3 ist mein derzeitiger Favorit:
Gefunden bei McDoof :)
Mittelmäßiger Kaffee und ein geradezu ekelerregend weiches "biscuit", aber diese hash browns - superlecker! Ich kann es nicht beschreiben - Kartoffelschnipsel gepresst und ausgebacken trifft es denke ich am Besten. Meine Nummer 1 - und das Allerbeste ist, dass man die schon fertig als TK-Ware kaufen kann und dann in der Pfanne nur noch ein bisschen anbraten muss - GO hash browns!!
Saturday, September 17, 2011
Tribute to Josh
Da hat man sich gerade erst kennen gelernt und ein paar Tage später geht man schon wieder getrennte Wege - gestern haben wir Josh, einen der Mitarbeiter hier verabschiedet. Für ihn war es keine große Sache da er nur ein paar Gebäude weiter in ein anderes Institut zieht, für viele hier war es aber ziemlich überraschend da er das nicht an die große Glocke gehangen hat. Eine gute Gelegenheit um ein Foto zu machen:
Josh ist echt immer super drauf und hilft gerne weiter wenn man mal nicht weiter weiß. Lustigerweise ist er in Texas aufgewachsen, ein paar Kilometer weiter von dem Ort in dem ich mein High-School Jahr verbracht habe. Zufälle gibts...
Damit Ihr Euch noch ein besseres Bild von Josh machen könnt, hier mal ein Bild von einem Präsent was er für seine Freundin gemacht hat:
Für alle die sich jetzt fragen was das ist: es handelt sich um ein Aquarium! Ja, der Fisch ist echt und ja, das ist ein handelsüblicher Wasserpenderbehälter und ja, von oben schaut Chewbacca rein. Großartig, oder? Josh findet also Fische sehr interessant, angefangen hat sein Hobby übrigens in einem kleineren Glas was ich Euch auch nicht vorenthalten möchte (wer denkt dass der Fisch oben nicht artgerecht gehalten wird sollte jetzt besser wegschauen...):
Josh ist echt immer super drauf und hilft gerne weiter wenn man mal nicht weiter weiß. Lustigerweise ist er in Texas aufgewachsen, ein paar Kilometer weiter von dem Ort in dem ich mein High-School Jahr verbracht habe. Zufälle gibts...
Damit Ihr Euch noch ein besseres Bild von Josh machen könnt, hier mal ein Bild von einem Präsent was er für seine Freundin gemacht hat:
Der Fisch hat also quasi ein Upgrade bekommen :)
Zur eigentlichen Verabschiedung hat uns unser Prof Fan zum chinesischen Mittagsbuffett eingeladen, diesmal aber nicht anderthalb Stunden in den Nachbarort sondern 3,5 Stunden nach Toledo, eine gute Autostunde entfernt - no kiddin'.
Dann wurden wir noch gestern Abend von Katy, einer sehr netten Dame die hier am Institut arbeitet, zu einem Musical eingeladen - Avenue Q, ein Stück was auch schon am Broadway war und komplett von Amateuren unter Zuhilfenahme von Puppen á la Sesamstraße aufgeführt wird. Es war einfach grandios - wem "Bernie und Ert" was sagt kann sich ungefähr vorstellen wie die Darstellung war und welche Themen behandelt wurden - und das im prüden Amerika!
Vor dem Stück ging es noch lecker mexikanisch Essen, ich hatte den frischesten und besten Burrito den ich jemals hatte bei Chipotle in Downtown Ann Arbor:
Das war also der vorerst letzte Tag mit Josh, sehr abwechlungsreich und lustig - zum Glück bleibt uns Josh zumindest ein bisschen erhalten da er ab und an mal beim Lunch vorbeischauen wird, der kurzen Distanz zu seinem neuen Arbeitsplatz sei Dank.
Sodele, ich werde mal nach meiner Wäsche schauen, sitze gerade ein einem Waschsalon und probiere mal mein Glück mit der amerikanischen Waschtechnik - liebe Grüße in die Heimat!
Tuesday, September 13, 2011
The Rock
Heute mal ein kurzer Exkurs in die Tradition der University of Michigan bzw. ein Auszug aus dem Kabinett der Kuriositäten:
Am 22. Februar 1932 wurde hier zu Ehren des 200. Geburtstages von Schorsch Washington an einer Straßenecke ein Gedenkstein abgelegt - schöne Plakette usw., alles super. In den 50ern dachten sich dann ein paar Witzbolde der Michigan State University (noch so eine Rivalität...), dass es doch witzig wäre den Stein mit den Buchstaben MSU zu beschmaddern. Also beschmadderten sie ihn.
Das ging natürlich gar nicht an und so schlugen die Studis hier prompt zurück indem sie den gesamten Stein ihrerseits übermalten. Klingt ganz schön verrückt, nicht wahr? Naja, und was machen die Amis wenn sie mal was Verrücktes entdeckt haben: na klar, sie machen es zur Tradition.
So ist es heute noch guter Brauch und ein Muss für jeden Studenten den armen Gedenkstein mindestens einmal komplett eingedeckt zu haben - wer das vor seinem Abschluss nicht geschafft hat, hat selbigen eigentlich gar nicht verdient. Das Ergebnis kann sich echt sehen lassen und lässt sich fast schon als Kunst bezeichnen - ich möchte es Euch natürlich nicht vorenthalten:
Am 22. Februar 1932 wurde hier zu Ehren des 200. Geburtstages von Schorsch Washington an einer Straßenecke ein Gedenkstein abgelegt - schöne Plakette usw., alles super. In den 50ern dachten sich dann ein paar Witzbolde der Michigan State University (noch so eine Rivalität...), dass es doch witzig wäre den Stein mit den Buchstaben MSU zu beschmaddern. Also beschmadderten sie ihn.
Das ging natürlich gar nicht an und so schlugen die Studis hier prompt zurück indem sie den gesamten Stein ihrerseits übermalten. Klingt ganz schön verrückt, nicht wahr? Naja, und was machen die Amis wenn sie mal was Verrücktes entdeckt haben: na klar, sie machen es zur Tradition.
So ist es heute noch guter Brauch und ein Muss für jeden Studenten den armen Gedenkstein mindestens einmal komplett eingedeckt zu haben - wer das vor seinem Abschluss nicht geschafft hat, hat selbigen eigentlich gar nicht verdient. Das Ergebnis kann sich echt sehen lassen und lässt sich fast schon als Kunst bezeichnen - ich möchte es Euch natürlich nicht vorenthalten:
Das Bild ist mittlerweile komplett veraltet - ich habe es am Sonntag gemacht und habe gestern und heute schon wieder zwei andere Versionen gesehen....
Ach ja, und ich habe mir sagen lassen, dass der Stein rund um die Uhr von irgendwelchen Studentenorganisationen "bewacht" wird, damit z.B. vor den Spieltagen hier nicht wieder solche Schmaddereien geschehen wie in den 50ern ;)
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